Die Adult-Branche, umgangssprachlich auch als Porno-Industrie bezeichnet, verhilft seit jeher neuen Technologien zum Durchbruch. Ob DVD, Blue-Ray oder jüngst mobile Entertainment auf iPhone & Co. – ohne nackte Haut hätten sich diese Plattformen sicherlich nicht so rasant entwickelt.
Wen wundert es da, dass beim alljährlichen Get-Together auf der Erotikmesse Venus in Berlin der Fokus in diesem Jahr auf Apples neuester Erfindung lag: dem iPad.
Wie bei jeder neuen Unterhaltungs-Technologie ist „Porno“ auch auf den Pads ein verlässlicher Umsatzbringer. Die deutsche Branche träumt derzeit vom iPad - und das, obwohl Apple-Chef Steve Jobs doch eigentlich saubere Geräte will.Spezielle Mobilanwendungen mit erotischen Inhalten sind zwar stark im Kommen, dennoch momentan relativ selten; die Erwartungen, die sie wecken, sind riesig. Vor allem die Steigerung der Streaming-Geschwindigkeiten für Videos und Live-Cams macht der Branche Hoffnung.
In den USA sind Anbieter von erotischem Content schon einen Schritt weiter als ihre deutschen Kollegen. Über optimierte mobile Websites wird dort bereits gut ein Fünftel des Online-Geschäfts erwirtschaftet. Getoppt wird dies aktuell durch spezielle iPad-Adultseiten: Von bis zu 20 Prozent mehr Besucher auf einschlägigen Video-Portalen und einem Umsatzwachstum von annähernd 35% berichteten US-Branchenvertreter in Berlin. In Deutschland sind solche Zahlen noch schwer vorstellbar.
Doch auch in diesem, unserem Land gilt: Sex sells – künftig noch mehr auf den Pads von Apple, Samsung und Co. Die Entwicklung in diesem Sektor bleibt jedenfalls spannend; der Markt ist noch „jungfräulich“, um im Branchen-Jargon zu bleiben.
